Freiwillige Feuerwehr München
Abteilung Großhadern

Erste Übung nach der Sommerpause: Gerätekunde mal anders

Unsere erste Übung nach der Sommerpause bot gleich eine Menge Abwechslung. Eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis erwartete die anwesenden Kameraden. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung, die aus aktuellem image2Anlass die Bereitschaftsaufgaben der Abteilung Großhadern für d as diesjährige Oktoberfest umriss, stand in der Fahrzeughalle des Gerätehauses schließlich Gerätekunde auf dem Übungsplan.

 

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Hierzu hatten sich die Ausbilder etwas besonderes ausgedacht: Statt wie üblich selbst die zugehörigen Ausbildungsinhalte zu vermitteln, überließen sie es uns, sowohl den Aufbau als auch die Wirkungsweise und den Einsatzschwerpunkt spezieller technischer Gerätschaften in verschiedenen Vorträgen zu erklären. Auch die entsprechenden Unfallverhütungsvorschriften (UVV) durften natürlich nicht zu kurz kommen. Wir organisierten uns in vier Gruppen à vier Personen, um den Kameraden in jeweils rund 15 Minuten die Themenbereiche „Motorkettensäge“, „Trennschleifer/Säbelsäge“ sowie „Mehrzweckzug“ und „Sperrwerkzeug“ zu vermitteln.


Dies geschah äußerst praxisnah: Für unsere Vorträge durften wir die Einsatzmöglichkeiten, die Sicherheitseinrichtungen sowie die Inbetriebnahme der jeweiligen Geräte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit diesen hantieren. Deren Einsatztauglichkeit wurde an  bereitgesIMG_2205tellten Werkstücken wie Holz oder Metall demonstriert. Mit der Motorsäge wurde ebenso wie mit der Säbelsäge eine Palette zersägt, während der Trennschleifer eine Metallstange durchtrennen durfte.


Nicht ganz so zerstörerisch war dagegen der Vortrag zum Öffnen von versperrten und unversperrten Fenstern und Türen. Dabei wurde im Ansatz gezeigt, wie sich gekippte Fenster mithilfe einer sogenannten „Mausefalle“, eines Saugnapfes und eines S-förmigen Hakens zerstörungsfrei öffnen lassen. Wie sich die Feuerwehr Zugang zu verschlossenen und verriegelten Türen verschaffen kann, stellte die zuständige Gruppe ebenfalls ansatzweise dar. Um den Schließzylinder möglichst zerstörungsarm aus dem Schloss herausziehen beziehungsweise herausbrechen zu können, werden unter anderem ein Akkuschrauber sowie eine spezielle Zugschraube benötigt.

 

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Das Highlight der vier Vorträge war für alle Anwesenden allerdings die Demonstration des Mehrzweckzugs. Um dessen Funktionsweise zu veranschaulichen, befestigten die Vortragenden das eine Ende des Zugseils an unserem Tanklöschfahrzeug (TLF), welches als Anschlagpunkt diente, und das andere Ende an eine Palette, die zwei gefüllte Fässer tragen musste. Da ein solcher Mehrzweckzug bis zu 1,6 Tonnen ziehen kann, stellte diese Last natürlich kein Problem für die Gerätschaft dar.


Für uns brachte dieser Übungsabend einen echten Mehrwert. Er ermöglichte uns einen anschaulichen und informativen Einblick in einige unserer Geräte zur Technischen Hilfeleistung (THL). Gleichzeitig war es ein gelungener und kurzweiliger Einstieg in das zweite Übungshalbjahr nach der Sommerpause.

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