Freiwillige Feuerwehr München
Abteilung Großhadern

31 Oktober 2015

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 Oktober 31, 2015
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Kategorie Einsatzberichte
Gemeinsame Objektübung der Abt. Großhadern und der Abt. Forstenried in einer Diskothek

 

Ein frischer Herbstabend in einem Münchner Hinterhof. Die Straßenlaternen an der vierspurigen Hauptstraße werfen nur ein sehr spärliches Licht auf die vor einer Hauswand aufgestapelten Getränkekisten. Daneben: eine zweiflüglige Tür, zwischen deren Ritzen feiner Qualm dringt.

mannschaft

Plötzlich erhellen flackernde Blaulichter zweier Löschfahrzeuge der Abt. Großhadern den Hof. Kurz darauf springen die ersten Feuerwehrmänner aus den Fahrzeugen. Nachdem der Verteiler eine B-Länge vom ersten HLF gesetzt wurde und die PA-Trupps mit ihren C-Rohren vor dem Gebäude in Stellung gegangen sind, öffnet der erste Trupp als erster die Tür. Nach nicht einmal zwei Metern ist er mitsamt seinem Truppmann in einem Chaos aus dichtem Nebel, flackerndem Licht und dem Gesang von Helene Fischer verschwunden.

 

Der Ort des Geschehens: eine Diskothek in der Landsberger Straße. Wo sich normalerweise ausgelassene Münchner zum Abfeiern treffen, suchen sich jetzt Löschtrupps unter schwerem Atemschutz einen Weg. Die Lage: ein Zimmerbrand des Büros mit anschließender starker Rauchentwicklung in den gesamten Bereich der Diskothek. Vor Ort bereits ein virtueller Löschzug, der mit der Bekämpfung des Brandes beschäftigt ist. Nachgezogen wurde dann die Abteilung Großhadern als 2. Zug mit unklarer Lage, um die linke Seite des Gebäudes zu sichern. Die rechte Seite übernahm die Abteilung Forstenried als 3. Zug im Stoßtruppverfahren.

 

Großhaderner Großaufgebot

Schon im Vorfeld der Übung war der Vorplatz des Feuerwehrhauses in Großhadern mit drei HLF, einem TLF und einem MZF mehr als gut gefüllt. Das veranlasste besorgte Passanten zu der besorgten Frage: „Da wird doch wohl nix passiert sein?“ Nachdem ihnen aber von ca. 20 Feuerwehrleuten mehrmals versichert wurde, dass alles in Ordnung sei, zogen sie dann beruhigt ihres Weges.

 

Die primäre Aufgabe der Objekt-Übung lautete: Rettung von 15 Personen – dargestellt von freiwilligen Jugendlichen – und diverser Puppen unter besonderer Beobachtung diverser Schiedsrichter der FF München. Bei den Gruppenführern stand Folgendes im Mittelpunkt: umfassende und korrekte Objekterkundung, richtiges Handeln entsprechend der Lage „Diskobetrieb“, saubere Delegation von Aufgaben an die diversen Trupps, Bildung von Sammelstellen für Verletzte und Atemschutzträger sowie Vorhalten von Einsatzreserven. Ferner war es wichtig, stets den Überblick zu behalten und enge Fühlung mit der Einsatzleitung zu halten.DSC_5414

 

Die Mannschaften wurden hinsichtlich Gefahrenerkennung, korrekter Reaktion darauf und sauberer handwerklicher Abarbeitung bewertet. Wichtig war dabei, ob das Wissen entsprechend dem Ausbildungsniveau auch richtig umgesetzt wurde. Um die Übung noch spannender zu machen, ging dann auch noch ein PA-Trupp verloren und musste von einem Rettungstrupp unter Atemschutz gerettet werden.

 

Insgesamt erfolgreich

In der Nachbesprechung der kalten Lage durch die Schiedsrichter wurde dann das Verhalten der Gruppenführer und Mannschaften bewertet sowie die Wege der PA-Trupps noch einmal nachverfolgt.

 

Einer der Schiedsrichter, zeigte sich zufrieden: „Bei einer unübersichtlichen und komplexen Lage mit vielen Einsatzkräften, panischen Menschen und großen Räumlichkeiten ist es wichtig, nicht den Überblick zu verlieren, Reserven zu bilden und ggf. Verstärkung nachzufordern. Insgesamt war die handwerkliche Umsetzung aller Beteiligten während der Übung in Ordnung.“

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