München feiert 160 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Am Samstag den 16. Mai stand der Odeonsplatz ganz im Zeichen des Ehrenamts und der Blaulichtorganisationen.

Unter dem Motto „München feiert Ehrenamt und 160 Jahre Freiwillige Feuerwehr München gegr. 1866 e.V.“ zog der BLAULICHTTAG viele tausend Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt. Der Odeonsplatz verwandelte sich in eine vielseitige Erlebnis- und Informationsfläche rund um Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz.

Von 10 bis 16 Uhr öffneten sich die Tore in eine vielseitige Erlebnis- und Informationsfläche rund um Feuerwehr, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz. Moderne Einsatzfahrzeuge konnten aus nächster Nähe besichtigt und erlebet werden. Zudem gab es eindrucksvolle Vorführungen, spannende Vorträge und die Möglichkeit, direkt mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen.

Besucherinnen und Besucher hatten die Möglichkeit, moderne Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe zu erleben, eindrucksvolle Vorführungen mitzuverfolgen und direkt mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen all jene Menschen, die sich tagtäglich - vielfach ehrenamtlich - für Sicherheit, Hilfe und Zusammenhalt in unserer Stadt einsetzen.

Auch die zahlreich vertretene Münchner Jugendfeuerwehr begeisterte mit ihrer Dynamik und zeigte eindrucksvoll, wie früh Leidenschaft, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein gefördert werden. Ab einem Alter von 12 Jahre können Mädchen und Jungen zur Jugendfeuerwehr. Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr können Jugendliche außerhalb des Gefahrenbereichs zu Einsätzen mit ausrücken.

Auch wenn die ursprünglich geplanten Grußworte von Dominik Krause zur Eröffnung kurzfristig entfallen mussten, war die Wertschätzung für die Einsatzkräfte auf dem gesamten Veranstaltungsgelände deutlich spürbar. Als Vertreterin des Stadtrates übernahm das Grußwort kurzerhand die Stadträtin Dr. Evelyne Menges. Ebenso betonte Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Ehrenamtes für München.

Neben den Grußworten wurde die Veranstaltung auf der Bühne begleitet von einem abwechslungsreichen Programm mit informativen Beiträgen rund um Katatrophenschutz-Themen und die Arbeit der Münchner Blaulichtorganisationen. 

Krisenvorsorge für drei Tage: dein Masterplan für den Ernstfall

Die Abteilung Bevölkerungsschutz der Branddirektion war nicht nur mit einem Stand vertreten, sondern auch mit dem Vortrag „Krisenvorsorge für drei Tage: dein Masterplan für den Ernstfall“ auf der Bühne. Hier wurde deutlich, wie wichtig eine gute Vorsorge in Krisenzeiten ist. Welche Geräte sollte jeder für den Katastrophen-Ernstfall zuhause haben? Wieviel Liter Wasser sollten als Notreserve vorhanden sein?

Auch hier wurde zum Mitmachen aufgerufen: Besucherinnen und Besucher wurden eingeladen, auf der Bühne ihr Wissen zur Bevorratung zu testen. 

Vom Jugendfeuerwehrmann zum Atemschutzgeräteträger

Was muss ich tun, wenn ich zur Jugendfeuerwehr München möchte? Diese und viele weitere Fragen beantworteten die Moderatoren Flo und Alex, während sie den Weg vom Eintritt in die FF München bis zum ausgebildeten Atemschutzgeräteträger beschrieben. Gezeigt wurde das auf der Bühne durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr und erwachsenen ehrenamtlichen Feuerwehrlern.

Am Ende der Präsentation konnten die Zuschauer schätzen, wieviel Kilogramm der Atemschutzgeräteträger auf der Bühne, der sich mittlerweile für den Brandeinsatz ausgerüstet hat, zusätzlich tragen muss.

Wie funktioniert die Rettungskette?

Vom Ersthelfer, über die angeleitete Laienreanimation, First Responder, Notfallsanitäter und Notarzt – nur wenn die Rettungskette funktioniert, kann Leben gerettet werden. Anschaulich wurde der gesamte Ablauf mit eingespieltem Anruf bei der Integrierten Leitstelle dem Bühnenpublikum gezeigt. Freiwillige übernahmen dabei den ersten Teil der Rettungskette: dem Ersthelfer.

Im Notfall, wenn das Herz und die Atmung aussetzen, sind die ersten Minuten die Entscheidenden! Kann man als Ersthelfer etwas falsch machen? Ja, aber nur wenn man wegschaut und gar nicht hilft.

Hilfe für unseren Kameraden Giovanni

Auch unser 18 Jahre alter Kamerad Giovanni, der nach einem schweren Snowboardunfall eine inkomplette Querschnittslähmung erlitten hat, konnte dem BLAULICHTTAG einen Besuch abstatten. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und den Spendenaufruf unterstützen, der die finanziellen Herausforderungen der nächsten Jahre etwas abmildern soll. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ein großes Dankeschön!

Danke an alle, die den BLAULICHTTAG zu einem Erfolg haben werden lassen! Über 120 Helfer von Freiwilligen Feuerwehr und Berufsfeuerwehr sorgten dafür, dass Stände in kurzer Zeit auf- und abgebaut wurden sowie viele hungrige und durstige Besucherinnen und Besucher versorgt werden konnten. Und hinter den Kulissen arbeitete die Festleitung, die Führungsunterstützung, die Verpflegeinheit und das Medienteam.

Der Dank gilt auch Firmen wie S-GardFahnen Kössinger und abel & käufl. Um das erforderliche Sicherheitskonzept kümmerte sich das Ingenieurbüro Deschermeier. Die Bühne wurde vom Kulturreferat aufgebaut, die mobilen Toiletten kamen von TOI TOI & DIXI

Vielen Dank an alle, die uns bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung unterstützt haben!

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit Grußworte zum Jubiläum

Verlässlichkeit seit 160 Jahren

Seit 1866 leisten ihre Mitglieder ehrenamtlich und mit höchster persönlicher Einsatzbereitschaft einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit der Stadt. Heute engagieren sich rund 1.300 ehrenamtliche Einsatzkräfte an 22 Standorten im gesamten Stadtgebiet. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr und den weiteren Münchner Hilfsorganisationen wird die Freiwillige Feuerwehr jährlich zu rund 3.500 Einsätzen alarmiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung.

Der BLAULICHTTAG setzte ein kraftvolles Zeichen: für Sicherheit, für Gemeinschaft und vor allem für den unschätzbaren Wert des Ehrenamts. München hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr es die Menschen achtet, die sich für andere einsetzen.